Im Gespräch mit Jürgen Heimath…

… befand sich gestern der 1. Bürgermeister Olaf Scholz im Bürgerzentrum Phoenix – Feuervogel. Die Veranstaltung machte deutlich, wie heterogen die Gemengelage in der Frage der Flüchtlingsunterbringung ist: Nachdem unser Fraktionsvorsitzender, Jürgen Heimath, die Ziele der Harburger SPD für die kommende Legislaturperiode kurz umrissen hatte und die ersten Fragen an ihn und Olaf Scholz gerichtet werden sollten, wurden die Fragesteller jäh unterbrochen: Die Unterstützer der sogenannten „Lampedusa-Gruppe“ skandierten Parolen und entrollten ein Banner, um ihrer Forderung nach unbeschränkter Aufnahme von Flüchtlingen Nachdruck zu verleihen.
Nachdem die Protestierer die Veranstaltung verlassen hatten, kamen erneut die Bürger zu Wort. Die Fragesteler rekrutierten sich überwiegend aus Bostelbeker Siedlern, die Einwände gegen die Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft am Rande der Siedlung am Radeland haben.
Innerhalb eines solchen Spannungsfeldes Politik zu machen und um das Verständnis der betroffenen Bürger zu werben, war der Anspruch des 1. Bürgermeisters. Er machte deutlich, dass er die Sorgen und Nöte der Bostelbeker verstehen könne, dass er aber, als Regierungschef eines Bundeslandes, auch die Verpflichtung habe, nach dem Königsteiner Schlüssel knapp 2,6% der Asylbewerber, die deutschlandweit eintreffen, in Hamburg aufzunehmen und sie gerecht auf die Bezirke zu verteilen. Angesichts von stetig steigenden Flüchtlingszahlen machte Olaf Scholz deutlich, dass die Anzahl der bestehenden Flüchtlingsunterkünfte bei weitem nicht ausreicht, die Stadt dementsprechend gezwungen ist, weitere Standorte zu suchen – Unmut der Anwohner der potentiellen Einrichtungen eingeschlossen.
Am Ende der lebhaften Diskussion nahm sich Olaf Scholz noch die Zeit für ein Foto mit den anwesenden SPD-Kandidaten und -Kandidatinnen für die Wahl zu Harburger Bezirksversammlung.

BV-Kandidaten mit Olaf Scholz 09.04.20014